Glossar

Begriffe, die in der App, in diesem Wiki oder bei deinem Anbieter vorkommen – kurz erklärt. Alphabetisch.

0,99×

Das Tempo, mit dem Neverlag spielt, während es Reserve sammelt: ein Prozent langsamer als normal. Nicht hörbar, nicht sichtbar; in jeder Minute kommt eine gute halbe Sekunde Vorrat dazu. Ist das Ziel erreicht, läuft es wieder mit 1,00×. Siehe Wie Neverlag stabil bleibt.

A/V-Versatz

Wie weit Ton (Audio) und Bild (Video) auseinanderliegen. Kleine Werte merkt man nicht; wenn Lippen und Stimme nicht mehr zusammenpassen, hilft «Nicht synchron?» im Player.

Bildtakt

Wie Neverlag die Bilder auf deinen Bildschirm verteilt. «Gleichmässig» heisst: Jedes Bild steht gleich lange. Einstellung unter Wiedergabe → Bildtakt; Hintergrund unter Bild und Ton.

Bildwiederholrate (Hz)

Wie oft dein Bildschirm das Bild pro Sekunde erneuert. 60 Hz ist üblich, Fernseher können meist auch 50 Hz, ProMotion-Geräte bis 120 Hz. Passt die Bildrate des Senders (25/50) nicht zur Bildwiederholrate (60), stottert es.

Bitrate

Wie viele Daten pro Sekunde ankommen, in Megabit pro Sekunde (Mbit/s). HD braucht einige Mbit/s, 4K deutlich mehr. Das Qualitätsfenster zeigt die Bitrate als Kurve.

Catch-up (Aufholfunktion)

Eine Funktion mancher Anbieter: vergangene Sendungen aus dem TV-Guide abrufen. Die Aufzeichnung liegt beim Anbieter; bietet er sie nicht, kann Neverlag das nicht ersetzen.

Codec

Wie Bild und Ton für die Übertragung verpackt sind (zum Beispiel H.264, HEVC, AAC, AC-3). Dein Gerät muss den Codec auspacken können; das macht der Hardware-Decoder oder die Software. Im Qualitätsfenster unter «Bild». Nur wichtig, wenn du ein Problem meldest.

Controller

Der eine Entscheider in der App. Alle anderen Mechanismen (Empfänger, Regler, Decoder-Überwachung) melden ihm nur, was sie sehen; er wählt die Hilfe. Einstellung Controller entscheidet – eingeschaltet lassen.

Deinterlacing

Alte Fernsehnorm: Ein Bild besteht aus zwei Halbbildern (1080i, das «i» steht für interlaced). Deinterlacing setzt sie zu Vollbildern zusammen. Neverlag macht das von selbst; aus 1080i25 werden 50 Bilder pro Sekunde.

Demo-Modus

Neverlag ohne eigenen Anbieter: ein eingebauter Katalog mit Sendern wie «Nordkanal» und «Sportwelt» und frei lizenzierten Clips, auch offline. Immer frei nutzbar. Beispiele in diesem Wiki nutzen den Demo-Katalog.

Empfänger (lokaler Empfänger, Relay)

Ein Zwischenstück in der App: Es holt den Sender beim Anbieter und reicht ihn an die Wiedergabe weiter. Bricht die Verbindung ab, verbindet der Empfänger neu, ohne dass das Bild stehen bleibt. Einstellung Wiedergabe über lokalen Empfänger.

EPG (Programmführer, TV-Guide, Programmheft)

Electronic Program Guide: die Programmdaten – was wann auf welchem Sender läuft. Kommen vom Anbieter (bei Xtream eingebaut, bei M3U als XMLTV-Datei). Im Wiki und in der App auch «TV-Guide» oder «Programmheft».

Hardware-Decoder

Ein eigener Chip im Gerät, der das Bild auspackt. Schnell, sparsam. Klappt es nicht, übernimmt die Software (mehr Strom, bei 4K eventuell Ruckeln). Neverlag heilt mitten in der Sitzung zurück in die Hardware.

HDR

High Dynamic Range: mehr Kontrast und Farben als normales Fernsehen (PQ oder HLG). Braucht Gerät, Bildschirm und Wiedergabeweg, die es umsetzen; sonst wirken Farben flach.

HLS

Eine Art, Sender zu liefern: in kleinen Häppchen (Dateien von ein paar Sekunden) statt als durchgehender Strom. Neverlag nutzt HLS nur, wenn es in der Sitzung schon funktioniert hat; sonst den Strom (TS).

Journal

Das technische Protokoll der Wiedergabe: wann ein Sender startete, wie voll die Reserve war, wann die App neu verband, wann das Bild hakte. Bleibt auf dem Gerät, wird nach 10 Tagen gelöscht, lässt sich anonymisiert teilen. Siehe Diagnose.

Kategorie, Gruppe

Die Ordner, in die dein Anbieter Sender einteilt («Nachrichten», «Sport», «Kinder»). Bei M3U heisst das «Gruppe» (group-title), bei Xtream «Kategorie». Du wählst beim Einrichten, welche du importierst.

Leiter

Das Herunterschalten auf eine tiefere Stufe desselben Senders (4K → FHD → HD), wenn die Leitung die hohe nicht trägt. In 1.0.2 nur bei leerer Reserve und erst nach zwei erfolglosen Neuverbindungen. Hoch nur per Knopf «Wieder 4K».

Live-nah

Die kleinste Reserve-Einstellung: Das Bild bleibt näher am Live-Geschehen, dafür fallen kurze Aussetzer eher auf. Für Sport, wenn dich der Torjubel des Nachbarn nicht überholen soll.

M3U

Ein Dateiformat für Playlisten: eine Textdatei mit Sendernamen, Gruppen, Logos und Adressen. Dein Anbieter gibt dir eine Adresse (URL) zur Datei. M3U8 ist dasselbe in anderer Zeichenkodierung.

MKV

Matroska, ein Dateiformat für Video. Aufnahmen entstehen als MKV; gängige Medienserver und Player lesen es direkt. Es wird nichts umgerechnet; die Qualität ist die des Senders.

NAS, WebDAV

NAS: eine Festplatte in deinem Heimnetz (Network Attached Storage). WebDAV: die Sprache, in der Neverlag mit ihr spricht. Aufnahmeziel für alle Geräte, auf dem Apple TV das einzige.

Pairing

Zugangsdaten vom iPhone oder Mac auf das Apple TV (oder einen anderen Mac) übertragen, ohne zu tippen: Code und QR-Code auf dem Empfänger, Übertragung verschlüsselt im Heimnetz. Siehe Erste Schritte.

PiP (Bild in Bild)

Das Bild läuft als kleines Fenster weiter, während du etwas anderes tust. Knopf in der Bedienleiste.

Puffer, Reserve, Vorrat, Tank

Vier Wörter für dasselbe: die Sekunden Sendung, die schon auf dem Gerät liegen, bevor du sie siehst. Aus diesem Vorrat läuft das Bild weiter, wenn der Anbieter kurz nichts liefert. Einstellung Reserve gegen Aussetzer.

Qualitätsfenster

Das Fenster hinter dem Tacho-Symbol im Player: Zustandssatz, Reserve, Rückstand zu live, Tempo, Bild, Bitrate, Bildtakt, Quellen. Siehe Das Qualitätsfenster.

Quelle, Stufe, Senderfamilie

Führt ein Anbieter denselben Sender mehrfach («Sportwelt 4K», «Sportwelt FHD», «Sportwelt HD»), fasst Neverlag sie zu einer Senderfamilie zusammen. Jede Variante ist eine Quelle oder Stufe. Im Qualitätsfenster unter «Quellen» wählbar.

Rückstand zu live

Wie viele Sekunden das Bild hinter der Live-Ausstrahlung liegt. Etwa so gross wie die Reserve plus das, was der Anbieter selbst hinterherhinkt.

Schlüsselbund

Der geschützte Speicher deines Geräts für Passwörter. Dort liegen deine Anbieter-Zugangsdaten, die NAS-Anmeldung und die Prüfsumme der Kindersicherungs-PIN.

Stellvertreter

Derselbe Sender aus einer anderen deiner Listen, wenn der ursprüngliche Anbieter nicht liefert oder ablehnt. Die Hinweiszeile sagt es dir, mit Knopf zurück.

Tag

Ein eigenes Etikett, das du Sendern gibst («Kinder», «Abends»), unabhängig von den Kategorien des Anbieters. Tags gleicht deine private iCloud zwischen deinen Geräten ab.

Timeshift

Live-TV anhalten und zurückspulen. Standard: kurzer Puffer im Speicher; mit Timeshift auf Platte bis zu 2 Stunden. Siehe Aufnahmen und Timeshift.

TS (MPEG-TS)

Transport Stream: ein durchgehender Datenstrom, die klassische Art, Sender zu liefern. Neverlag startet immer mit TS. Aufnahmen entstehen zuerst als TS und werden dann zu MKV.

VOD

Video on Demand: Filme und Serien zum Abruf, im Unterschied zu Live-Sendern. Siehe Filme und Serien.

Xtream (Xtream Codes)

Eine verbreitete Schnittstelle, über die Anbieter Sender, Programmführer, Filme und Kontoinformationen ausliefern. Du gibst Serveradresse, Benutzername und Passwort ein; den Rest holt die App.

XMLTV

Ein Dateiformat für Programmdaten (EPG), oft bei M3U-Anbietern. Neverlag lädt und liest es; die Zuordnung zu Sendern geht automatisch (tvg-id, Namensabgleich) oder von Hand unter EPG-Zuordnung.